Die unerwartete Attacke eines Waschbären

Wie ihr den süßen Kleinbären auf Abstand haltet und was ihr tun könnt um einer unangenehmen Begegnung zu entkommen erfahrt ihr hier … leider irgenwie nicht. Ich hab keinen blassen Schimmer. Ja, ich gebe es zu, ich war ratlos und hatte Angst, als ich im Februar 2019 in Costa Rica meine erste Begegnung, am Strand vom Cahuita Nationalpark, mit einem Waschbären hatte.

Aber fangen wir doch mal von vorne an: der niedliche nordamerikanische Waschbär ist in weiten Teilen der Welt vorzufinden. Er hat sich auf Grund des Menschen und dem Interesse an seinem Fell ausbreiten können. Er ist extrem anpassungsfähig, ist bei der Nahrungssuche nicht wählerisch und besitzt einen ausgeprägten Geruchssinn.

So, und was machen Menschen jetzt mit Tieren die sau knuffig aussehen? Genau, man muss sie natürlich füttern und sie werden respektloser als asiatische Affen am Monkey Beach von Koh Phi Phi.

Somit kommen wir zu der wahrscheinlich gefährlichsten Eigenschaft für den Menschen: ein Waschbär kämpft in einer bedrohlichen Situation eher, anstatt wegzulaufen.

Rot: ursprüngliches Ausbreitungsgebiet Blau: inversive Verbreitung

Als Philipp und ich ein bisschen Natur am Strand von Cahuita 2019 genießen wollten, dauert es nicht lange, bis die verschlossene Chipsdose und die eingeschweißten Müsliriegel einen Verehrer fanden. Die zuvor von uns besetzte Picknickbank gaben wir schnell auf. Mein energisches und sehr respekteinflössendes in die Hände klatschen, verstand der Waschbär scheinbar als Einladung, sich an unseren Tisch zu gesellen.

Obwohl meine Tasche verschlossen war Griff er nach dieser. Normalerweise hätte ich diese Situation nun kampflos aufgegeben, leider waren jedoch meine Wertsachen ebenfalls dort drin und ich entriss sie seinen Pfoten. Auch das ließ den Kleinbären unbeeindruckt und er lauerte uns weiter auf.

Die nächste Maßnahme von Philipp und mir war die Bewaffnung mit einem Stock. Wild schlugen wir mit damit vor uns auf den Boden. Ich meine, dem Tier eine donnern wollten wir schließlich auch nicht… Auch hier wieder: das Tier ließ sich nicht einschüchtern und während wir wie bei einer Regenbeschwörung mit unseren Hölzern auf den Boden klopften, setzte sich das Tier zwischen uns und fing sich an zu putzen. Ne wirklich, kein scheiss!

Das Tier versuchte erneut unserer Sachen Herr zu werden, diesmal blieb mir nichts anderes übrig, als mit unfairen Mitteln zu kämpfen. Ein Tritt in den Boden, welches den Sand in die Augen des Raccoons beförderte, war die Rettung.

Enttäuscht gingen wir alle unserer Wege …

Wenn ihr eine bessere Idee habt, dem Waschbären friedlich zu entkommen, lasst es mich in den Kommentaren wissen.

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